Dortmunds Champions-League-Krise: 0:2 gegen Tottenham und der Kampf ums Überleben
Iwona RoggeDortmunds Champions-League-Krise: 0:2 gegen Tottenham und der Kampf ums Überleben
Borussia Dortmund erleidet schwere 0:2-Niederlage gegen Tottenham in der Champions League
Die deutliche Niederlage gegen Tottenham Hotspur wirft Borussia Dortmund in der Champions League-Gruppenphase auf einen Platz außerhalb der besten Acht zurück und gefährdet damit den Einzug in die K.-o.-Phase. Der ehemalige Bayern-München-Chef Oliver Kahn hat sich inzwischen zu den Problemen des Teams geäußert und fordert dringende Änderungen in der Herangehensweise.
Die Pleite erhöht den Druck auf die Dortmunder, die in der Bundesliga bereits elf Punkte hinter Tabellenführer Bayern München liegen. Trotz dieses Rückstands haben sie sieben Zähler Vorsprung auf die Europa-League-Plätze und halten sich damit die nationalen Ambitionen offen.
Trainer Niko Kovač kritisierte die Leistung seiner Mannschaft scharf und verwies auf eine schwache Zweikampfquote gegen Tottenham. Vor dem nächsten Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin verlangt er nun eine deutliche Steigerung. Kovač warnte seine Spieler zudem vor Selbstzufriedenheit und betonte die Notwendigkeit einer überzeugenderen Darstellung. Kahn, der sich bereits vor dem Spiel äußerte, schloss eine Aufholjagd Dortmunds nicht aus. Allerdings bestehe er darauf, dass die Mannschaft "absolute Ehrlichkeit" bei der Aufarbeitung ihrer Schwächen zeigen müsse. Er verwies darauf, dass Spitzenmannschaften ihre Defizite offen ansprechen – eine Haltung, die auch Dortmund übernehmen müsse. Der ehemalige Stürmer Jan Åge Fjørtoft hatte in einer Talkshow sogar Kahn als möglichen Interims-Nachfolger für den aktuellen Trainer Lucien Favre ins Spiel gebracht – eine Äußerung, die noch vor der Niederlage gegen Tottenham fiel.
Nun steht für Dortmund das entscheidende Bundesliga-Duell gegen Union Berlin an. Die Hoffnungen auf das Weiterkommen in der Champions League hängen am seidenen Faden; nur direkte Siege könnten den Einzug in die nächste Runde sichern. Gleichzeitig werden nach dem erneuten enttäuschenden Ergebnis die Rufe nach interner Selbstreflexion und taktischen Anpassungen immer lauter.
