„Extrawurst“: Deutsche Komödie über Grillstreit und Gesellschaftskritik kommt ins Kino
Iwona RoggeSchauspieler spricht ├╝ber allt├Ąglichen Rassismus - „Extrawurst“: Deutsche Komödie über Grillstreit und Gesellschaftskritik kommt ins Kino
"Extrawurst": Neue deutsche Komödie ab 15. Januar 2026 im Kino
Am 15. Januar 2026 kommt die neue deutsche Komödie Extrawurst in die Kinos. Unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller dreht sich der Film um das turbulente Chaos in einem Tennisverein, der sich auf sein Sommerfest vorbereitet. Ein scheinbar harmloser Vorschlag, einen separaten Grill aufzustellen, entfacht eine hitzige Debatte – und gefährdet nicht nur die Feier, sondern die Zukunft des gesamten Clubs.
Die Dreharbeiten zu Extrawurst begannen am 24. April 2025 mit einem Ensemble, zu dem Fahri Yardım, Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst gehören. Im Mittelpunkt der Handlung steht Erol, das einzige muslimische Vereinsmitglied, gespielt von Yardım, dessen Bitte nach einem eigenen Grill die Gemüter erhitzt. Kerkeling übernimmt die Rolle des strengen Vereinsvorsitzenden Heribert, während die Gruppe sich mit widersprüchlichen Ansichten zu Identität, Tradition und Zugehörigkeit auseinandersetzt.
In einem aktuellen Interview mit spot on news sprach Yardım über seine Verbindung zur Figur. Erols Erfahrung, in hitzigen Diskussionen als Sprecher seiner Community wahrgenommen zu werden, spiegle sein eigenes Leben wider, erklärte der Schauspieler. Zudem äußerte er sich zu Alltagsrassismus, der Frage, welche Beleidigungen man thematisiert – und warum Kränkungen oft die Unsicherheiten anderer widerspiegeln. Der Vegetarier, der einst türkische Sucuk der bayerischen Weißwurst vorzog, nahm auch zum Begriff "Cancel Culture" Stellung: Dieser werde seiner Meinung nach häufig von denen instrumentalisiert, die sich gegen gesellschaftlichen Fortschritt oder neue Perspektiven stemmen. Der Film, eine Adaption des gleichnamigen Bühnenstücks, verspricht scharfen Humor und zugleich zeitgemäße Gesellschaftskritik.
Extrawurst markiert das erste gemeinsame Kino-Projekt von Fahri Yardım und Hape Kerkeling seit Jahren. Mit einer Mischung aus Komödie und sozialen Themen zeigt der Film, wie kleine Konflikte zu tiefen Gräben werden können. Ab dem 15. Januar ist die Produktion in den Kinos zu sehen.
