Historisches Treffen: Migrant:innen aus Ostblockstaaten vernetzen sich in Deutschland
Jacqueline RöhrdanzHistorisches Treffen: Migrant:innen aus Ostblockstaaten vernetzen sich in Deutschland
Erstmaliges Treffen von Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockstaaten in Deutschland
Zum ersten Mal kamen kürzlich Migrant:innen aus ehemaligen Ostblockländern in Deutschland zusammen. Die Veranstaltung, organisiert von der BUNT-Stiftung, fand vom 6. bis 8. August im Rahmen des neuen Projekts p(ost) berlin statt. Ziel der Initiator:innen war es, die Vernetzung zwischen Communities mit Wurzeln in der Region zu stärken.
Auch Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, sprach auf dem Treffen. In seinem Vortrag ging es um den Aufbau starker, vereinter Gemeinschaften in Deutschland.
Die dreitägige Konferenz markierte den Start von p(ost) berlin, einer gemeinsamen Initiative von BUNT und dem Bundesprogramm "Demokratie leben!". Teilnehmende waren Migrant:innen aus Ländern des ehemaligen Ostblocks – für viele war es das erste persönliche Treffen dieser Art.
Deutschland ist Heimat für eine große Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund. Laut Mikrozensus 2022 haben 23,8 Millionen Einwohner:innen – fast 29 Prozent der Bevölkerung – migrantische Wurzeln, darunter 11,6 Millionen Ausländer:innen und 12,2 Millionen (Spät-)Aussiedler:innen oder deren Nachkommen. Eine offizielle Aufschlüsselung speziell für Menschen aus ehemaligen Ostblockstaaten existiert jedoch nicht.
Mehrere Vereine unterstützen diese Communities. Der Kinder- und Jugendverband JunOst fördert junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund. Die Frauenpower Ukrainian Women Integration Association in Sachsen-Anhalt hilft ukrainischen Frauen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft. Nash Berlin vernetzt ukrainische Kulturschaffende und kooperiert mit dem Mriya-Verein, während die Deutsch-Kasachische Gesellschaft seit 1997 die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland pflegt. Die BUNT-Stiftung selbst bietet seit über 30 Jahren Sprach- und Kulturkurse an.
In Deutschland gibt es rund 750.000 eingetragene Vereine. Diese Organisationen unterstützen ihre Mitglieder bei finanziellen und rechtlichen Fragen und mindern Haftungsrisiken.
Das Treffen unterstrich die wachsende Vernetzung von Migrant:innen aus Ostblockstaaten in Deutschland. Projekte wie p(ost) berlin schaffen Plattformen für Austausch und gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig leisten etablierte Vereine weiterhin wichtige Integrationsarbeit durch kulturelle, bildungspolitische und soziale Initiativen.






