Karneval in Aachen: Ricarda Lang stichelt gegen Söder und Bär
Jacqueline RöhrdanzRicarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Karneval in Aachen: Ricarda Lang stichelt gegen Söder und Bär
Aachener Karneval: Politische Sticheleien beim "Orden gegen tödlichen Ernst"
Ein traditionelles Karnevalsereignis in Aachen bot diese Woche die Bühne für neue politische Spitzen. Bei der Verleihung des "Ordens gegen tödlichen Ernst", bekannt für ihre satirischen Reden, nahm Ricarda Lang zwei prominente konservative Politiker ins Visier. Ihre Äußerungen belebten einen Streit zwischen Markus Söder und Dorothee Bär neu, der bereits vor Monaten begonnen hatte.
Der Konflikt reicht bis in den Dezember zurück, als Markus Söder bei einem CSU-Parteitag eine umstrittene Bemerkung über Dorothee Bär machte. Viele empfanden seine Worte als herablassend, was eine Welle der Kritik auslöste. Obwohl Söder sich später entschuldigte, blieb die Angelegenheit in der öffentlichen Diskussion präsent.
Beim Aachener Karnevalsevent griff Ricarda Lang nun beide Politiker an. Sie verspottete Söder als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und als "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex. Die Witze spielten auf Söders frühere Äußerung über Bär an, die damals große Aufmerksamkeit erregt hatte.
Bär, die in diesem Jahr als "Ritterin des Ordens" geehrt wurde, relativierte die erneute Kontroverse. Sie betonte, Söder habe sich mehrfach entschuldigt, und forderte, den Streit nun endlich hinter sich zu lassen. Die Ministerin mied während der Veranstaltung jede weitere Auseinandersetzung mit dem Thema.
Bisher gibt es keine öffentlichen Reaktionen Söders auf Langs jüngste Angriffe. Die Medienberichterstattung konzentrierte sich stattdessen auf den scharfen Ton ihrer Rede und die damit verbundenen anhaltenden politischen Spannungen.
Die Karnevalsveranstaltung lenkte erneut den Scheinwerfer auf die innerdeutschen politischen Reibereien. Während Bär für ihre Auszeichnung als "Ritterin des Ordens" gefeiert wurde, musste Söder sich erneut für seine früheren Aussagen Spott gefallen lassen. Vorerst scheint jedoch keine der beiden Seiten an einer weiteren Zuspitzung des Konflikts interessiert zu sein.
