14 December 2025, 13:06

Kessler verspricht Aufklärung nach Fan-Protest beim Rhein-Derby

Ein Fuballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei Fubälle sichtbar, zahlreiche Zuschauer in Regenschirmen haltend, und mehrere Kameraleute, die das Ereignis aufzeichnen.

Kessler verspricht Aufklärung nach Fan-Protest beim Rhein-Derby

Kölns Kessler kündigt Wiederholung des Derbys an

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Zusammenfassung Rund 500 Kölner Fans verlassen aus Protest das Stadion, die Stimmung kippt. Der 1. FC Köln will die Gründe für die angeblich überzogenen Kontrollen aufklären.

  1. Dezember 2025, 05:12 Uhr

Rund 500 Anhänger des 1. FC Köln verließen am 13. Dezember 2025 aus Protest die BayArena, noch vor Anpfiff des Rhein-Derbys gegen Bayer Leverkusen. Der Boykott folgte Vorwürfen wegen überhartem Polizeieinsatzes bei Fan-Kontrollen, wobei ein Vorfall mit einer als übertrieben empfundenen Durchsuchung besonders für Empörung sorgte. Die Vereinsführung kündigte nun eine umfassende Aufklärung des Sachverhalts an.

Auslöser der Protestaktion war die intensive Kontrolle zweier Ultra-Fans des 1. FC Köln am Stadioneingang. Bei einem der Betroffenen wurden laut Polizeibericht passive Waffen gefunden, allerdings wiesen die Behörden spätere Darstellungen zurück, es habe sich um eine "Entkleidung" gehandelt. Trotz dieser Richtigstellung eskalierte die Situation, sodass zwischen 500 und 600 Fans das Stadion vor Spielbeginn verließen.

Thomas Kessler, Sportdirektor der Kölner, bestätigte, dass der Verein die Vorfälle in einer Vorstandssitzung in der kommenden Woche aufarbeiten werde. Er wies Spekulationen zurück, der Protest basiere auf Gerüchten, und betonte, die Bedenken seien ernsthaft genug, um Konsequenzen zu erfordern. Zudem äußerte Kessler sich in einer verklausulierten Kritik an Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes, ohne jedoch näher darauf einzugehen.

Die leeren Ränge der abgewanderten Fans sorgten für eine spürbar gedämpfte Atmosphäre im Stadion. Einige Beobachter vermuteten, dass der fehlende vocale Support die Leistung der Kölner in der ersten Halbzeit beeinflusst haben könnte.

Der Verein kündigte an, das Thema intern zu behandeln; entsprechende Gespräche sind für die nächste Woche geplant. Die Polizei hält ihre Maßnahmen weiterhin für gerechtfertigt, doch der Vorfall hat das Verhältnis zwischen Fans und Behörden bereits belastet. Wie sich dies auf künftige Spiele auswirken wird, bleibt abzuwarten.