Moers Bürgerrat formuliert Empfehlungen für mehr Beteiligung
Jacqueline RöhrdanzMoers Bürgerrat formuliert Empfehlungen für mehr Beteiligung
Moers: Bürgerrat erarbeitet Empfehlungen für mehr Bürgerbeteiligung
Wie lässt sich die Mitgestaltung in der Stadt verbessern? Diese Frage haben 48 Moerser Bürgerinnen und Bürger im Bürgerrat der Stadt Moers intensiv diskutiert.
22. Dezember 2025, 15:03 Uhr
Bürgerinnen und Bürger aus Moers haben eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, um das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt zu stärken. Während einer intensiven Bürgerversammlung setzten sich 48 lokal ansässige Personen mit Möglichkeiten auseinander, die Teilhabe der Gemeinschaft zu fördern. Ihre Empfehlungen werden nun dem Stadtrat zur Prüfung vorgelegt.
Aus den Beratungen der Versammlung gingen vier zentrale Forderungen hervor, die sich an lokale Politiker und Verwaltungskräfte richten. Die Teilnehmer Susanne Kempgens-Suhr, Steven Range, Sabrina Raus und Frank Wölfling präsentierten den Abschlussbericht. Zu den Vorschlägen gehören die Einführung verbindlicher Beteiligungsrichtlinien sowie die Schaffung eines neuen Amts für Bürgerengagement.
Die Gruppe forderte zudem ein partizipatives Haushaltsverfahren, das den Bürgerinnen und Bürgern eine direkte Mitsprache bei der Verwendung öffentlicher Mittel ermöglicht. Eine bessere Kommunikation über Beteiligungsmöglichkeiten stand ebenfalls auf der Agenda, ebenso wie Pläne für ein Online-Beteiligungsportal. Unterstützt wurde der Prozess vom nexus Institut sowie dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Bürgermeisterin Christin Zupancic kündigte eine gründliche Prüfung der Ergebnisse an. Konkrete Zeitpläne oder nächste Umsetzungsschritte stehen jedoch noch aus.
Der Bericht des Bürgerrats liegt nun beim Moerser Stadtrat. Bei Annahme könnten die Vorschläge die Art und Weise, wie Bürgerinnen und Bürger an lokalen Entscheidungsprozessen mitwirken, grundlegend verändern. Im Mittelpunkt der Empfehlungen stehen klarere Kommunikation, strukturierte Beteiligungsformate und mehr Transparenz bei der Haushaltsplanung.
