19 March 2026, 12:37

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre "Spuren jüdischen Lebens"

Alte Ansichtskarte der jüdischen Synagoge in Cardiff, Ontario, Kanada, die ein Gebäude mit Fenstern, Türen und Bögen zeigt, umgeben von Pflanzen, einem Zaun, Bäumen, einem Pfahl und einem bewölkten Himmel, mit Text oben.

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre "Spuren jüdischen Lebens"

Neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" in Moers vorgestellt

In Moers ist eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" erschienen, die einen detaillierten Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt bietet. Die Veröffentlichung wurde von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit präsentiert, die sich seit Langem für die Bewahrung dieses Erbes und die Aufklärung jüngerer Generationen einsetzt.

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Bürgermeisterin Julia Zupancic hat ihre Unterstützung zugesagt und die Schirmherrschaft für die Gesellschaft übernommen. Dabei betonte sie die Bedeutung der Erinnerung an das jüdische Leben und den Einsatz gegen Antisemitismus.

Die Broschüre beleuchtet zentrale Orte und Geschichten der jüdischen Vergangenheit Moers', darunter die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine sowie die Deportationen jüdischer Bürgerinnen und Bürger. Sie enthält zudem Berichte über jüdische Mitbürger wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk, die vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten volle Bürgerrechte besaßen.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit hat ihre Verbindungen zu örtlichen Schulen verstärkt, um junge Menschen einzubinden. Die Vorstandsmitglieder Daniel Schirra und Julian Müller, beide im Bildungsbereich tätig, spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Arbeit der Gesellschaft baut auf Jahrzehnten des Dialogs auf, zu denen auch Heinz Kremers beitrug, der 1986 für sein Engagement in den christlich-jüdischen Beziehungen mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde.

Durch die nationalen Kontakte der Gesellschaft gelang es, die renommierte Auszeichnung nach Moers zu holen und damit das Engagement der Stadt für diese Sache zu unterstreichen. Exemplare der Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" sind nun in öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich – für alle, die sich näher mit dieser Geschichte beschäftigen möchten.

Die Veröffentlichung der Broschüre markiert einen weiteren Schritt in den fortlaufenden Bemühungen Moers', sein jüdisches Erbe zu dokumentieren und zu würdigen. Mit der Unterstützung der Bürgermeisterin und der erweiterten Bildungsarbeit der Gesellschaft zielt das Projekt darauf ab, dass jüngere Generationen diese Geschichte verstehen. Gleichzeitig dient die Publikation als Informationsquelle für Einwohnerinnen, Einwohner und Besucher, die sich mit der Vergangenheit der Stadt auseinandersetzen wollen.

Quelle