Solingen setzt auf Medienprofi Tobias Kollig für bessere Krisenkommunikation
Jacqueline RöhrdanzSolingen setzt auf Medienprofi Tobias Kollig für bessere Krisenkommunikation
Solingen ernennt neuen Kommunikationschef zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit und Krisenkommunikation
Ab April übernimmt Tobias Kollig die Leitung der Abteilung Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation in Solingen. Die Neubesetzung erfolgt vor dem Hintergrund jahrelanger Kritik an der Handhabung großer Vorfälle durch die Stadt – darunter der tödliche Angriff auf ein Festival im Jahr 2024.
Kollig, ein gebürtiger Solinger, bringt umfangreiche Mediensachkenntnis mit: Zuvor arbeitete er als Reporter und Moderator für den WDR, die RTL Group sowie RTL News. Zudem organisierte er großangelegte öffentliche Veranstaltungen in und um die Stadt.
Als neuer Abteilungsleiter fungiert er künftig als offizieller Pressesprecher Solingens und als Vertreter des Oberbürgermeisters. Sein Team wird direkt dem Oberbürgermeisteramt unterstellt, um eine engere Abstimmung mit der Stadtspitze zu gewährleisten. Ziel der Umstrukturierung ist es, Reaktionszeiten zu verkürzen und Transparenz zu erhöhen.
Zu Kolligs Schwerpunkten zählt der Ausbau der Online- und Social-Media-Präsenz der Stadt. Zudem will er die interne Kommunikation verbessern und kommunale Informationen besser zugänglich machen. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf frühere Defizite – etwa verzögerte Social-Media-Updates und wahrgenommene Führungslücken nach dem Messerangriff 2024, bei dem drei Menschen starben und acht verletzt wurden.
Das Pressereferat, seit Anfang 2026 unter neuer Führung, hat bereits mit Reformen begonnen. Ziel ist es, durch schnellere und einfühlsamere Kommunikation das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.
Kolligs Ernennung markiert einen Wandel in Solingens Öffentlichkeitsarbeit und Krisenmanagement. Seine Medienexpertise und lokale Verwurzelung sollen der Stadt helfen, langjährige Kommunikationsprobleme zu bewältigen. Die Veränderungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Verantwortlichen nach schwerwiegenden Transparenzmängeln das Vertrauen der Bürger wiederherstellen wollen.






