Müllgebühren in Münster steigen 2026 um fast sieben Prozent an
Jacqueline RöhrdanzMüllgebühren in Münster steigen 2026 um fast sieben Prozent an
Müllgebühren in Münster steigen 2026 um 6,95 Prozent
Ursprünglich war eine Erhöhung um 11 Prozent vorgesehen, doch da die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge auf der zentralen Deponie gesunken sind, fiel die endgültige Anpassung geringer aus. Dennoch führt die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) die steigenden Personal-, Material- und Betriebskosten als Hauptgründe an. Diese Mehrbelastungen können nicht vollständig durch bestehende Gebührenüberschüsse oder Einnahmen aus dem Verkauf von Recyclingmaterialien gedeckt werden.
Für die Jahre 2027 und 2028 sind bereits weitere Anpassungen um jeweils 7 Prozent geplant. Neben den Müllgebühren steigen auch die Kosten für die Straßenreinigung – und zwar um 9,35 Prozent im kommenden Jahr. Die vollständige Reinigung von Wohnstraßen wird dann 7,20 Euro pro laufendem Meter und Jahr betragen. Die awm betont, dass die Abfallwirtschaft in Münster eine zentrale Rolle für den Klima- und Ressourcenschutz spielt. Zwar erhalten Grundstückseigentümer Abrechnungen, die nur die Gebühren für Rest- und Bioabfall ausweisen, doch die Entgelte finanzieren ein deutlich umfangreicheres Leistungsspektrum. Dazu gehören die Sammlung von Papier und Wertstoffen, die monatliche Abholung von Sperr- und Grünabfällen, die geplante Entsorgung von Großgeräten sowie der Zugang zu einem Netz von Recyclinghöfen.
Der verabschiedete Wirtschaftsplan für 2026 ebnet den Weg für höhere Abfall- und Reinigungskosten in den nächsten drei Jahren. Die Bürger werden die Änderungen in ihren Gebührenbescheiden wiederfinden, während weitere Dienstleistungen weiterhin über die angepasste Gebührenstruktur abgedeckt werden. Die Entscheidung des Stadtrats steht im Einklang mit der langfristigen Finanzplanung für das Münstersche Abfallwirtschaftssystem.
