Münsterer Polizei bereitet sich auf umstrittene Castor-Transporte nach Ahaus vor
Iwona RoggeMünsterer Polizei bereitet sich auf umstrittene Castor-Transporte nach Ahaus vor
Die Polizei in Münster trifft die letzten Vorbereitungen für mögliche Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus. Der Schritt folgt einem jüngsten Gerichtsurteil, das den Weg für die Transportfahrten freigemacht hat. Die Behörden bestätigten, dass sie bei Bedarf schnell handeln können.
Eine Umweltschutzorganisation hat zwar noch die Möglichkeit, das Urteil anzufechten, bisher wurden jedoch keine weiteren rechtlichen Schritte eingeleitet.
Das Verwaltungsgericht Berlin hatte einen Eilantrag des BUND NRW gegen die Transportgenehmigung abgelehnt. Die Organisation hatte versucht, die sofortige Vollstreckung der Transporte zu verhindern. Das Gericht ließ jedoch eine mögliche Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zu.
Der BUND hat nun eine Frist von zwei Wochen, um zu entscheiden, ob er diese Beschwerde einreichen will. Die Organisation prüft derzeit ihre Optionen, sodass vorerst keine weiteren rechtlichen Maßnahmen ergriffen werden. Unterdessen hat die Münsteraner Polizei ihre Einsatzpläne nahezu abgeschlossen. Polizeipresidentin Alexandra Dorndorf erklärte, die Vorbereitungen seien "so gut wie abgeschlossen". Sie fügte hinzu, dass die Beamten bei Bedarf kurzfristig mobilisiert werden könnten. Aus Sicherheitsgründen werden keine genauen Zeitangaben zu den Transporten veröffentlicht.
Die Gerichtsentscheidung ebnet den Weg für die Transporte, auch wenn der BUND das Urteil noch anfechten könnte. Die Polizei in Münster bleibt in Bereitschaft, um die Strecke bei Beginn der Transporte abzusichern. Ein offizielles Datum steht zwar noch nicht fest, doch die Behörden sind bereit, umgehend zu handeln.
