Neue Leitlinien: Warum der PSA-Test bei Prostatakrebs-Früherkennung jetzt entscheidend ist
Jacqueline RöhrdanzWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue Leitlinien: Warum der PSA-Test bei Prostatakrebs-Früherkennung jetzt entscheidend ist
Früherkennung von Prostatakrebs im Wandel: Neue Leitlinien setzen auf PSA-Test
Die Früherkennung von Prostatakrebs verändert sich – aktuelle Leitlinien legen nun größeren Wert auf den PSA-Test. Experten empfehlen die Blutuntersuchung als zentrale Methode zur frühzeitigen Erkennung. Doch trotz ihrer Bedeutung lassen sich nur wenige Männer regelmäßig vom Urologen durchchecken.
Ein einzelner PSA-Wert gilt nicht mehr als ausreichend. Ärzte betonen, wie wichtig ein Referenzwert aus früheren Jahren ist, um das Risiko präzise einzuschätzen. Männer ab Mitte 40 sollten sich erstmals testen lassen, um diesen Basiswert zu ermitteln.
Die Intervalle für Folgeuntersuchungen hängen von den Ergebnissen ab: Bei Werten unter 1,5 folgt die nächste Kontrolle nach fünf Jahren. Liegt der PSA-Wert zwischen 1,5 und 3, sind alle zwei Jahre Nachuntersuchungen nötig. Ein Ergebnis über 3 oder ein starker Anstieg können auf Prostatakrebs hindeuten.
Regelmäßige urologische Vorsorge ist auch für die Früherkennung anderer Krebserkrankungen entscheidend. Tumore in Hoden, Blase, Nierenbecken oder Harnleitern zeigen oft lange keine Symptome. Doch laut Deutscher Krebshilfe nehmen nur 17 Prozent der Männer diese Termine wahr.
In den vergangenen Jahren hat die Zahl der PSA-Tests zugenommen. Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten und der gesetzlichen Krankenkassen zeigen einen jährlichen Anstieg von 5 bis 10 Prozent zwischen 2021 und 2025. Gestiegenes Bewusstsein und ärztliche Empfehlungen treiben diese Entwicklung voran – selbst ohne ein flächendeckendes Screening-Programm.
Trotzdem meiden manche Männer die Vorsorge aus Unbehagen. Besonders die Vorstellung einer digitalen rektalen Untersuchung schreckt viele ab.
Der Fokus auf PSA-basierte Früherkennung soll die Detektionsraten verbessern. Klare Leitlinien helfen Männern nun, den richtigen Zeitpunkt und die Häufigkeit der Tests zu verstehen. Doch die geringe Teilnahme an urologischen Kontrollen bleibt eine Herausforderung für die Krebsvorsorge insgesamt.
