24 December 2025, 07:30

NRW.Bank wird erster deutscher 'InvestEU Implementing Partner'

Ein Prospekt mit einem Unternehmenslogo und einem Bild einer Tasse.

NRW.Bank wird erster deutscher 'InvestEU Implementing Partner'

Die NRW.Bank hat einen neuen Fonds in Höhe von 200 Millionen Euro aufgelegt, um wachstumsstarke Technologieunternehmen in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu fördern. Die Initiative, die von der Europäischen Kommission unterstützt wird, soll eine Finanzierungslücke für kapitalintensive Start-ups in Bereichen wie Deep Tech und grüner Technologie schließen. Die ersten Investitionen werden für Anfang 2026 erwartet.

Der NRW.Venture EU Tech&Scale-Fonds stellt bis zu 30 Millionen Euro pro Finanzierungsrunde bereit – doppelt so viel wie bisher. Im Fokus stehen Scale-ups in fortgeschrittenen Phasen, insbesondere aus den Bereichen Deep Tech, Biotechnologie, Medizintechnik und digitale Lösungen. Die NRW.Bank wird dabei entweder direkte Beteiligungen erwerben oder Wandeldarlehen ausgeben und jeweils mit Ko-Investoren zusammenarbeiten.

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Die Bank und die Europäische Kommission unterzeichneten die Vereinbarung in Brüssel und teilen sich Risiko und Erträge zu gleichen Teilen. Die NRW.Bank finanziert die Initiative aus eigenen Mitteln, wobei 100 Millionen Euro der insgesamt 200 Millionen Euro durch eine EU-Garantie abgesichert sind. Damit ist die NRW.Bank der erste deutsche „Umsetzungspartner“ im Rahmen des InvestEU-Programms der EU.

Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, betonte die Bedeutung des Fonds für die Überwindung der risikoscheuen Investitionskultur in Deutschland. Er ermögliche es innovativen Unternehmen, größere Finanzierungsvolumina zu sichern und langfristiges Wachstum in NRW und ganz Europa zu fördern. Der Fonds schließe damit eine strukturelle Lücke im europäischen Venture-Capital-Markt, wo große Summen für technologiegetriebene Scale-ups oft Mangelware sind.

Der neue Fonds soll zusätzliche 200 Millionen Euro für den Technologiesektor in NRW mobilisieren. Durch höhere Investitionsgrenzen und geteiltes Risiko will er das Wachstum kapitalintensiver Start-ups beschleunigen. Die ersten Finanzierungen sind noch vor Ende des ersten Quartals 2026 geplant.