NRW-Bürger investieren mit Sparbriefen direkt in lokale Windenergie-Projekte
Milan SüßebierNRW-Bürger investieren mit Sparbriefen direkt in lokale Windenergie-Projekte
Anwohner in Nordrhein-Westfalen können nun mit Sparbriefen in Windenergie investieren
Bürger in der Nähe zweier neuer Windparks in Nordrhein-Westfalen haben jetzt die Möglichkeit, über Sparbriefe in erneuerbare Energien zu investieren. Die Sparkasse Krefeld gibt die Papiere heraus und betritt damit erstmals den Windenergie-Sektor. Das Modell ermöglicht es den Einwohnern, Projekte zu unterstützen, die Meerbusch und Willich dabei helfen sollen, bis 2045 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen.
Die Windprojekte Münchheide und Dickerheide bieten gemeinsam Sparbriefe im Volumen von 2,7 Millionen Euro an. Für Münchheide stehen 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, für Dickerheide 1,5 Millionen Euro. Ziel der Anleihen ist es, die Bürger direkt in die Energiewende einzubinden – wie es das Bürgerenergiegesetz des Landes vorsieht.
Die erste Phase des Verkaufs läuft bis zum 31. Oktober 2026 und richtet sich an Anwohner im Umkreis von 2,5 Kilometern um die Windräder. Investoren können Beträge zwischen 1.000 und 10.000 Euro einbringen und erhalten dafür eine feste Verzinsung von 3,25 Prozent pro Jahr über eine Laufzeit von zehn Jahren. Eine zweite Phase folgt vom 1. November 2026 bis zum 30. Juni 2027, in der dann alle Einwohner der beteiligten Kommunen teilnehmen können.
Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke, betonte die Vorteile, die Wertschöpfung in der Region zu halten. Zudem stärke die Bürgerbeteiligung die Akzeptanz für erneuerbare Projekte. Die Initiative passt zu Deutschlands übergeordnetem Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden. Meerbusch und Willich wollen bereits vorher vollständig auf lokal erzeugte Energie aus Wind- und Solarstrom setzen.
Die Sparbriefe bieten den Bürgern nicht nur eine Möglichkeit, in saubere Energie zu investieren, sondern auch eine stabile Rendite. Durch die Finanzierung der Windräder kommen die Kommunen ihren Klimazielen näher. Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Nutzen in der Region – ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Zukunft.






