Solingen diskutiert Zukunft der Kirchengebäude – nur noch die Hälfte bleibt erhalten
Iwona RoggeSolingen diskutiert Zukunft der Kirchengebäude – nur noch die Hälfte bleibt erhalten
Die evangelische Kirche in Solingen plant in den nächsten zehn Jahren umfassende Veränderungen an ihren Immobilien. Mit 13 aktiven Kirchengebäuden und 9 Gemeinschaftszentren sei es auf Dauer nicht mehr realistisch, alle Standorte offen zu halten, erklären Verantwortliche. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 11. Februar 2026 sollen Vorschläge vorgestellt werden, welche Einrichtungen über das Jahr 2035 hinaus kirchlich genutzt werden sollen.
Die Diskussion hatte Ende 2025 begonnen, als der Kreissynod eine Arbeitsgruppe damit beauftragte, einen Plan zu erarbeiten. Unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter sollte das Team bis Februar 2026 erste Empfehlungen vorlegen. Der nun vorliegende Bericht geht davon aus, dass bis 2037 nur noch etwa die Hälfte der derzeitigen kircheneigenen Nutzfläche erhalten bleibt.
Der öffentliche Informationsabend in der Stadtkirche Mitte konzentriert sich auf zentrale Fragen: Welche Standorte sind für die örtlichen Bedürfnisse unverzichtbar? Welche Liegenschaften ergeben strategisch Sinn? Und welche Einrichtungen gibt es bereits? Zwar nennt der Vorschlag der Arbeitsgruppe keine konkreten Zahlen, doch steht fest, dass nicht alle 13 Kirchengebäude langfristig geöffnet bleiben können. Finanzielle Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden, sodass sich einige Bewertungen noch ändern könnten.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich in den Entscheidungsprozess einzubringen.
Die Versammlung markiert einen wichtigen Schritt bei der Neuausrichtung des kirchlichen Immobilienbestands in Solingen. Bis 2037 soll der kircheneigene Flächenbestand etwa halbiert werden. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden mitentscheiden, welche Gebäude weiterhin aktiv genutzt werden und welche umgenutzt oder aufgegeben werden könnten.
