Stolbergs neues Rathaus: Warum der zweitplatzierte Entwurf nun gewinnt
Jacqueline RöhrdanzStolbergs neues Rathaus: Warum der zweitplatzierte Entwurf nun gewinnt
Der Stadtrat von Stolberg hat ein neues Design für das geplante Rathaus ausgewählt. Die Entscheidung bedeutet eine Abkehr vom ursprünglichen Sieger des Wettbewerbs – den Zuschlag erhält nun der zweitplatzierte Entwurf. Als Hauptgrund für die Änderung nannten die Verantwortlichen ein insgesamt überzeugenderes Gesamtkonzept.
Das neue Rathaus wird dieselbe Höhe wie das historische Gebäude aufweisen, das es ersetzt. Zwei großzügige Vorplätze werden den Eingang rahmen und so die öffentliche Zugänglichkeit verbessern. Im Inneren sorgen flexible Arbeitsbereiche mit großen Fenstern für eine helle und einladende Atmosphäre.
Ein zentraler Aspekt des Entwurfs war die Hochwassersicherheit: Die unteren Geschosse werden so konstruiert, dass sie künftigen Überflutungsrisiken standhalten – eine Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch steigende Wasserstände. Auch Nachhaltigkeit spielte eine Rolle: Eine Hybridbauweise aus Holz soll die Wiederverwendbarkeit der Materialien gewährleisten.
Die öffentliche Rückmeldung zum siegreichen Entwurf floss in die endgültige Entscheidung mit ein, war jedoch nicht der alleinige Faktor. Die Stadtverwaltung prüfte alle Vorschläge in einer zweiten Auswahlphase, bevor sie sich für den zweitplatzierten Entwurf entschied. Vor der Bekanntgabe hatte es keine öffentlichen Debatten gegeben, in denen die beiden Entwürfe direkt gegenübergestellt worden wären.
Der Bau wird nun mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz vorangetrieben. Das neue Gebäude verbindet moderne Funktionalität mit den Maßstäben des bestehenden Rathauses. Die Verantwortlichen erwarten, dass das Projekt langfristig sowohl der Verwaltung als auch den Bürgerinnen und Bürgern Stolbergs zugutekommen wird.






