Deutschlands Stromnetz wird flexibler – doch Hindernisse bleiben
Deutschlands Stromnetz wird flexibler – doch Hindernisse bleiben
Deutschlands Vorstoß für ein flexibleres und transparenteres Stromnetz gewinnt an Fahrt. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zwei zentrale Handlungsfelder skizziert, um das System zu modernisieren. Dazu gehören die Beschleunigung des Ausbaus von Steuerungssystemen sowie die Einführung eines digitalen Rahmens für das Netzbetriebsmanagement.
Die Reformen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland seine Energiewende-Ziele vorantreibt – doch in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Verzögerungen.
Seit 2020 wächst der Ausbau von Steuerungssystemen in Mittelspannungsnetzen stetig, mit jährlichen Zuwächsen von etwa 15 bis 20 Prozent. Vorreiter sind Projekte von Netzbetreibern wie E.ON und EnBW, die auf Automatisierungslösungen nach dem IEC-61850-Standard setzen. Doch Hindernisse wie Lieferkettenstörungen durch die COVID-19-Pandemie und den Ukraine-Krieg, Fachkräftemangel sowie hohe Nachrüstkosten haben die Entwicklung gebremst. Hinzu kamen regulatorische Verzögerungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG).
Ab 2026 soll das Tempo nun deutlich steigen, mit dem Ziel, bis 2027 eine flächendeckende Umsetzung zu erreichen. Dafür betont der ZVEI die Notwendigkeit verbindlicher technischer Standards, einer besseren Systemintegration und den Übergang von isolierten Pilotprojekten zu einer großflächigen Einführung. Diese Schritte gelten als entscheidend, um die Flexibilität – insbesondere in Niederspannungsnetzen – zu erhöhen.
Parallel zu den Steuerungssystemen wird der Digitale Produktpass 4.0 (DPP4.0) eingeführt, um eine verlässliche Datenbasis zu schaffen. Das System erfasst den gesamten Lebenszyklus eines Produkts und soll so Transparenz und Qualität im Netzbetrieb steigern. Voraussetzung dafür sind die verbindliche Nutzung durch Hersteller und Anwender sowie der Aufbau eines unabhängigen Datenökosystems. Der DPP4.0 soll als zentrale Datenquelle in einem sicheren, interoperablen digitalen Raum dienen.
Der ZVEI macht deutlich, dass fragmentierte Einzelprojekte nicht mehr ausreichen. Stattdessen seien eine breite Markteinführung, klare technische Schnittstellen und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen nötig, um ein widerstandsfähiges und effizientes Energiesystem aufzubauen. Zwar existieren die technologischen Grundlagen für ein leistungsfähiges Netz bereits – doch der Erfolg hängt nun von schnellerer Umsetzung, Standardisierung und konsequenter Anwendung ab.
Die geplante Beschleunigung beim Ausbau der Steuerungssysteme und die Einführung des DPP4.0 zielen darauf ab, das deutsche Stromnetz effizienter und anpassungsfähiger zu machen. Gelingen die Maßnahmen wie vorgesehen, werden sie die Energiewende-Ziele des Landes unterstützen. Nun kommt es darauf an, frühere Verzögerungen zu überwinden und eine breite Branchenbeteiligung zu sichern.
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