Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Datenzusammenarbeit zwischen Kommunen

Milan Süßebier
Milan Süßebier
2 Min.
Eine Stadtstraßenszene mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Laternen, Ampeln, Gebäuden mit Namensschildern, Topfpflanzen und einer bewölkten Himmel.Milan Süßebier

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Datenzusammenarbeit zwischen Kommunen

Gütersloh startet "Urban Stack" – digitale Plattform für kommunale Datenkooperation

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Städten und Gemeinden helfen soll, Daten auszutauschen und gemeinsam Anwendungen zu entwickeln. Das System zielt darauf ab, die Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen zu verringern und die Kontrolle über Daten in lokaler Hand zu behalten. Bisher beteiligen sich fünf Städte und ein Kreis an dem Pilotprojekt.

Der Urban Stack ermöglicht es den teilnehmenden Kommunen, Informationen untereinander zu teilen und digitale Werkzeuge gemeinschaftlich zu entwickeln. Jede Kommune bleibt dabei Eigentümerin ihrer Daten und entscheidet selbst, ob sie anderen Zugang gewährt. Die Plattform umfasst zudem ein Open-Data-Portal, über das ausgewählte Datensätze der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Aktuell liegt der Fokus auf sensorbasierten Messungen, etwa zur Fußgängerbewegung, Hochwassermonitoring oder Mikroklima-Erfassung. Gütersloh hat zusammen mit Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Detmold und dem Kreis Gütersloh eine Vereinbarung zur Nutzung des Systems unterzeichnet. Jeder Teilnehmer zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto) für die Einrichtung und die Integration der Sensoren.

Die Stadt Gütersloh wirbt für den Urban Stack auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in ganz Deutschland. Die Pilotphase läuft bis 2026, danach soll das Projekt in eine feste rechtliche Struktur überführt werden. Stand Februar 2026 haben sich noch keine weiteren deutschen Kommunen offiziell angeschlossen oder Interesse an der Initiative bekundet.

Der Urban Stack bietet Kommunen eine gemeinsame digitale Grundlage, die Kosten senkt und die Zusammenarbeit verbessert. Während der laufenden Testphase werden die beteiligten Städte die praktischen Vorteile des Systems prüfen, bevor es in eine dauerhafte Struktur übergeht. Die Ergebnisse könnten maßgeblich beeinflussen, wie Kommunen künftig mit Daten und Technologie umgehen.

Neueste Nachrichten
Das J Reicher Hotel in Berlin, ein altes Gebäude mit Fenstern, Treppen mit Geländern und Töpfen mit Pflanzen, mit ein paar Menschen und einem sichtbaren Himmel im Hintergrund.
Promis 2 Min.

Hanka Rackwitz eröffnet eine Dorfkneipe in Sachsen-Anhalt – mit Herz und Kegelbahn

Von der TV-Bühne in die Dorfgemeinschaft: Hanka Rackwitz wagt ein ungewöhnliches Projekt. Mit Büchern, Hausmannskost und einer Prise Abenteuer will sie Freist neues Leben einhauchen.

Ein altes Schwarz-Weiß-Zeichnung eines großen Auditoriums mit sitzenden und stehenden Menschen, beschriftet mit "Das Konzerthaus der Berliner Philharmoniker" und einer beleuchteten Decke.
Bücher 2 Min.

Abschied von der Hafenbar: Stuttgarts Kult-Club schließt nach 57 Jahren für immer

Von Rock über Punk bis Techno: Die Hafenbar prägte Generationen. Warum ihr Ende eine Lücke in Stuttgarts Kultur reißt – und wer sie vermissen wird.

Ein Mann fährt mit einem Roller die Straße zwischen hohen Gebäuden entlang, mit Menschen auf den Bürgersteigen und Fahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.
Unfälle 1 Min.

Polizei fahndet nach E-Scooter-Fahrer nach Unfall mit Fußgängerin in Duisburg

Eine Frau wird auf dem Gehweg von einem mintgrünen E-Scooter erfasst – der Fahrer entschwindet. Wer hat den Vorfall in der Memelstraße beobachtet?

Ein Windturbinenfeld auf einer grünen Wiese mit Bäumen im Hintergrund und Wolken am Himmel, wahrscheinlich ein Windpark in den Niederlanden.
Energie 2 Min.

Bundeswehr reaktiviert Tieffluggebiete – Windenergieprojekte in Gefahr

Militärische Tiefflüge in 75 Metern Höhe gefährden den Ausbau der Windenergie. Betroffen sind vor allem Projekte in Ostwestfalen, Bayern und Baden-Württemberg – doch die Luftwaffe schweigt noch zu konkreten Folgen.

Eine Gruppe von Frauen, die vor einer grünen Wand mit einem Fenster auf der linken Seite stehen und an einem Internationalen Frauentag teilnehmen.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Wie Frauen in Nordrhein-Westfalen die Sicherheit revolutionieren

Sie optimieren Prozesse, stärken das Vertrauen der Bürger:innen und setzen Maßstäbe. Wie weibliche Führungskräfte die Sicherheitsbehörden in NRW verändern.

Ein Schild an einem Kettenzaun trägt die Aufschrift "Keine Tiere erlaubt" und ist von grünem Gras, Pflanzen und Bäumen umgeben, mit einer Wand im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.
Industrie 2 Min.

Naturschützer werfen Amprion mangelnden Artenschutz in Osterath vor

Seit 2023 dokumentieren Naturschützer eklatante Mängel bei Amprions Baustelle. Jetzt droht der Rechtsweg – doch die Behörden schweigen hinter geschwärzten Akten.

Ein offenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

BENI hilft Betreuten am Niederrhein in akuten Notsituationen

Starre Systeme lassen Betreute oft allein. BENI am Niederrhein greift ein – mit Soforthilfe, die Leben verändert. Wie jeder unterstützen kann.

Eine Person in blauen Handschuhen arbeitet an einem medizinischen Gerät auf einem mit verschiedenen Gegenständen übersäten Tisch, mit Papieren an der Wand in einer Krankenhausumgebung.
Berufliche Entwicklung 1 Min.

Schüler entdecken medizinische und technische Berufe bei den Alexianern in Krefeld

Von Ultraschall-Untersuchungen bis zu Robotern im Hochregallager: Ein Tag voller Aha-Momente. Warum solche Berufsorientierung in Krefeld Schule macht.

Neueste Nachrichten