Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Datenzusammenarbeit zwischen Kommunen
Milan SüßebierGüterslohs "Urban Stack" revolutioniert die Datenzusammenarbeit zwischen Kommunen
Gütersloh startet "Urban Stack" – digitale Plattform für kommunale Datenkooperation
Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Städten und Gemeinden helfen soll, Daten auszutauschen und gemeinsam Anwendungen zu entwickeln. Das System zielt darauf ab, die Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen zu verringern und die Kontrolle über Daten in lokaler Hand zu behalten. Bisher beteiligen sich fünf Städte und ein Kreis an dem Pilotprojekt.
Der Urban Stack ermöglicht es den teilnehmenden Kommunen, Informationen untereinander zu teilen und digitale Werkzeuge gemeinschaftlich zu entwickeln. Jede Kommune bleibt dabei Eigentümerin ihrer Daten und entscheidet selbst, ob sie anderen Zugang gewährt. Die Plattform umfasst zudem ein Open-Data-Portal, über das ausgewählte Datensätze der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Aktuell liegt der Fokus auf sensorbasierten Messungen, etwa zur Fußgängerbewegung, Hochwassermonitoring oder Mikroklima-Erfassung. Gütersloh hat zusammen mit Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Detmold und dem Kreis Gütersloh eine Vereinbarung zur Nutzung des Systems unterzeichnet. Jeder Teilnehmer zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto) für die Einrichtung und die Integration der Sensoren.
Die Stadt Gütersloh wirbt für den Urban Stack auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in ganz Deutschland. Die Pilotphase läuft bis 2026, danach soll das Projekt in eine feste rechtliche Struktur überführt werden. Stand Februar 2026 haben sich noch keine weiteren deutschen Kommunen offiziell angeschlossen oder Interesse an der Initiative bekundet.
Der Urban Stack bietet Kommunen eine gemeinsame digitale Grundlage, die Kosten senkt und die Zusammenarbeit verbessert. Während der laufenden Testphase werden die beteiligten Städte die praktischen Vorteile des Systems prüfen, bevor es in eine dauerhafte Struktur übergeht. Die Ergebnisse könnten maßgeblich beeinflussen, wie Kommunen künftig mit Daten und Technologie umgehen.
