Dortmunder Forscher revolutionieren Elektroauto-Technologie mit EU-Projekt ODYSSEV

Jacqueline Röhrdanz
Jacqueline Röhrdanz
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Ein Plakat mit einem Auto und Text, der eine Steuergutschrift von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.Jacqueline Röhrdanz

Dortmunder Forscher revolutionieren Elektroauto-Technologie mit EU-Projekt ODYSSEV

Forscherinnen und Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten eine neue Initiative zur Verbesserung der Elektroauto-Technologie. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts ODYSSEV arbeiten Hochschulen und führende Unternehmen zusammen, um schnellere und effizientere Hochvoltsysteme für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Ziel ist es, die Ladezeiten zu verkürzen und gleichzeitig Sicherheit sowie Zuverlässigkeit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Hochvolt-Antriebssysteme, die Energie effizienter übertragen. Durch den Betrieb mit höheren Spannungen ermöglichen sie nicht nur schnelleres Laden, sondern kommen auch mit dünneren Kabeln aus und reduzieren Wärmeverluste. Dennoch gibt es noch Herausforderungen – etwa bei den Isolationsanforderungen, den Grenzen heutiger Halbleiter und der Gefahr von Überhitzung der Batterien bei schnellem Laden.

ODYSSEV deckt die gesamte Entwicklungsphase ab: von fortschrittlichen Halbleitern bis zu ihrem Einsatz in Bordladern und Traktionswechselrichtern. Statt sich ausschließlich auf physische Tests zu verlassen, setzt das Team auf digitale Modellierung und Simulationen, um die Systeme vor realen Praxistests zu optimieren. Ein erster funktionsfähiger Prototyp soll bald auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt werden.

Wichtige Industriepartner wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen arbeiten dabei mit akademischen Einrichtungen zusammen, um ein skalierbares und effizientes Antriebssystem zu entwickeln. Das Projekt steht zudem im Einklang mit den größeren EU-Bestrebungen, Europas Position in der Elektroantriebstechnik zu stärken und die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Für Juni ist ein Koordinationstreffen an der Fachhochschule Dortmund geplant, um den Fortschritt zu bewerten.

Mit ODYSSEV sollen nicht nur neue Sicherheitsstandards für Hochvolt-Elektroautos gesetzt, sondern die Technologie auch alltagstauglicher gemacht werden. Sobald der Prototyp getestet ist, könnte er dazu beitragen, Ladezeiten zu verkürzen und die Energieeffizienz zukünftiger Elektrofahrzeuge zu steigern. Die Ergebnisse könnten zudem Europas Vorhaben unterstützen, nachhaltigere Verkehrslösungen voranzutreiben.

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