21 February 2026, 07:06

Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren markiert das Ende eines Kohlekraftwerks

Eine große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, einer Wand im Hintergrund und metallischen Gegenständen mit einer Tafel unten.

Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren markiert das Ende eines Kohlekraftwerks

Große kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren am Sonntag, 22. Februar

Am kommenden Sonntag, dem 22. Februar, findet in Ibbenbüren eine großangelegte kontrollierte Sprengung statt. Dabei werden der Schornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des ehemaligen Kraftwerks Ibbenbüren abgerissen. Die Behörden haben strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter eine verpflichtende Evakuierung der Anwohner bis 8:00 Uhr morgens.

Die Sprengung ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, wo in den letzten Jahren Industrieanlagen wie das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg oder das Kraftwerk Staudinger in Hessen abgerissen wurden. Dies spiegelt den raschen Ausstieg des Landes aus Kohle und fossilen Brennstoffen zugunsten erneuerbarer Energien wider.

Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr geplant, wobei die anschließenden Sicherheitskontrollen voraussichtlich eine Stunde dauern werden. Falls alles nach Plan verläuft, könnte das Sperrgebiet bereits gegen 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um die Abläufe zu koordinieren und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Betroffen von der Evakuierung sind etwa 190 Anwohner sowie 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) innerhalb der Sperrzone. Sie müssen ihre Wohnungen bis zur festgesetzten Frist verlassen. Parken wird in den abgesperrten Straßen verboten, um die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Auch die umliegenden Straßen werden gesperrt, Umleitungen sind eingerichtet.

Für Schaulustige wird am Rand des Sperrgebiets ein Veranstaltungszentrum als Aussichtspunkt eingerichtet. Taxis stehen bereit, um Anwohner zum und vom Gelände zu transportieren. Die Ibbenbürener Polizeidienststelle, die sich ebenfalls in der Sperrzone befindet, wird für den Tag vorübergehend ins Rathaus verlegt.

Strenge Luftraumregeln gelten während der Sprengung: Drohnenflüge über oder innerhalb von 100 Metern um das Kraftwerksgelände sind untersagt. Die Flugverbotszone wird während der gesamten Aktion durchgesetzt.

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In den vergangenen fünf Jahren hat Deutschland eine Welle ähnlicher Abrisse erlebt. So wurde das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg 2024 im Rahmen der Energiewende gesprengt. In Nordrhein-Westfalen wurden zwischen 2021 und 2024 Kühltürme mehrerer Kohlekraftwerke abgerissen, gefolgt vom Kraftwerk Staudinger in Hessen im Jahr 2023. Jeder dieser Abrisse markierte das Ende fossiler Infrastruktur zugunsten erneuerbarer Energien.

Die Sprengung in Ibbenbüren setzt Deutschlands Abkehr von der kohlebasierten Energieerzeugung fort. Rettungskräfte, Straßensperrungen und Evakuierungspläne sorgen für einen sicheren Ablauf. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gelände zu den stillgelegten Anlagen zählen, die den Wandel des Landes hin zu saubereren Energiequellen symbolisieren.