Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ohne Endlager

Iwona Rogge
Iwona Rogge
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Iwona Rogge

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ohne Endlager

Rund 450 Menschen versammelten sich am vergangenen Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Im Mittelpunkt der Demonstration standen anstehende Lieferungen hochradioaktiver Materialien von lieferando zu einem Zwischenlager. Die Veranstalter bildeten ein breites Bündnis aus Klimagruppen, Kirchen und politischen Parteien.

Die Proteste richteten sich gegen Pläne, bis zu 152 Castor-Behälter mit Atommüll zu verlegen. Die Transporte sollen von Forschungseinrichtungen in Jülich, Garching und Berlin aus starten. Bestimmungsort ist das Zwischenlager in Ahaus – ein Endlager für die Abfälle steht jedoch weiterhin aus.

Kritiker monieren, dass die Verlegung des Mülls von einem provisorischen Standort zum nächsten wenig sinnvoll sei. Sie hinterfragen die Logik, gefährliche Stoffe ohne eine dauerhafte Lösung zu transportieren. Aktivisten äußerten zudem Bedenken hinsichtlich des Zeitplans: Der erste Transport aus Jülich könnte bereits vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März beginnen.

An der Demonstration beteiligten sich 58 verschiedene Initiativen – von Umweltschutzorganisationen bis hin zu lokalen Vereinen. Ihre gemeinsame Forderung: ein Stopp der Transporte, bis eine langfristige Lösung gefunden ist.

Der Protest unterstreicht die anhaltende Ablehnung von Atommülltransporten in Deutschland. Bei rund 150 geplanten Lieferungen bleiben Aktivisten angesichts möglicher Risiken wachsam. Die fehlende dauerhafte Lagerstätte schürt weiterhin die öffentliche Sorge über den Umgang mit radioaktiven Abfällen.

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